10 Jahre Fukushima: Dark Prophecy

Vor genau zehn Jahren schrieb ich noch am selben Tag unter dem Eindruck der schrecklichen Katastrophe das Gedicht „Black Prophecy“, das Jörg Kleudgen kongenial ergänzte und zu einem Songtext für seine Band The House of Usher umarbeitete. So steht der Song bis heute als bleibendes Mahnmal technischen Irrsinns, der sich gegen die Natur erhebt: THE HOUSE OF USHER – Dark Prophecy – YouTube

November

Als ich für die von Ellen Norten herausgegebene Anthologie „Das Alien tanzt Walzer“ meine Story „Der letzte Walzer“ schrieb, war Corona noch ein Fremdwort und die Auslöschung der Menschheit nur ein Gedankenspiel.
Der Schauplatz: Der Wiener Opernball.
Starring: Gott, der österreichische Justizminister und Conchita Wurst.

Gästehaus Seeblick, Allerseelen

Da bin ich wieder. So wie jeden Herbst sitze ich auf der Bank gegenüber und betrachte traurig deinen Untergang. Seitdem die alte Kurklinik nebenan aufgegeben wurde und ebenso wie du leer und trostlos vor sich hindämmert, warst auch du nicht mehr rentabel. Durch die fast kahlen Äste betrachte ich deine bröckelnde Jugendstilfassade, die sich aus dem Teppich aus welkem Laub erhebt.
Früh bricht die Dämmerung herein, unten am verwaisten Kurparksee ziehen die schwarzen Schwäne eine letzte Runde.
Da sehe ich die Bewegung an einem der Fenster im zweiten Stock. Ich erkenne deinen Schatten, und sofort ist er wieder gegenwärtig, jener Augenblick vor dreißig Jahren, als wir uns im Gästehaus das erste Mal begegneten.
Du schaust zu mir herunter und winkst mir zu.
Ich winke zurück, und einen Moment lang sind wir wieder vereint.
So wie an jedem Allerseelentag. Du und ich.
Das Einzige, das uns noch trennt, ist:
dass ich lebe.

Oktober

Erschienen ist im Zaubermond-Verlag die Fortsetzung der „Inquisititorin“. Unter dem Reihentitel HEXENHAMMER werden die Irrungen und Wirrungen der jungen Charlotte de Conde weitergesponnen.  „Alles Leid währt Ewigkeit“ ist als Buch, E-Book und atmosphärisch eingespieltes Hörbuch erhältlich.

März

Was hat ein Besuch eines Konzertes der Pagan-Folk/Rock-Gruppe FAUN im Tagwerk zu suchen? Nun, in diesem Fall habe ich kurzerhand Hobby mit Arbeit verbunden. Allein das Konzert hat die Fahrt nach Hannover, wo das Auftaktkonzert der „Märchen & Mythen“-Tour stattfand, gelohnt. Vor dem Vergnügen erfolgte aber die Pflicht, die in diesem Fall jedoch ebenfalls zum reinsten Pläsier geriet. Die FAUNE empfingen PROFESSOR ZAMORRA-Autor Thilo Schwichtenberg und mich tatsächlich noch kurz vor Konzertbeginn in gelöster Stimmung, um ein Foto mit uns zu machen.
Wofür das wohl ist, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. man kann es aber vielleicht erraten, wenn man genau hinschaut. Und nein, es hat nichts mit der Hexenpuppe zu tun, die Stephan Groth in Schritthöhe hält. Damit schüttelte er nur allen wegen des grassierenden Corona-Virus die Hand.
Das Konzert war übrigens grandios!

Im Zeichen von Corona erinnern wir uns, dass Pandemien schon immer die Menschheit in Atem hielten: Die Antonistische Pest (165-180), die Justianische Pest (541) und nicht zuletzt der Schwarze Tod (1347-1352).

Bis heute ist umstritten, ob der Schwarze Tod tatsächlich von Pestbakterien hervorgerufen wurde. Doch die Symptome waren dieselben: Zu Beginn entstanden Schwellungen in der Leistengegend oder in der Achselhöhle, dann zeigten sich überall am Leib schwarze und blaue Flecken – die Vorboten des Todes. Letztlich raffte der Schwarze Tod ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahin: 20 Millionen Menschen!

Immer wieder werden die Pest und der Schwarze Tod auch in den DORIAN HUNTER-Romanen thematisiert – das genau ist das Thema in meinem heutigen Blogbeitrag!

Das Foto zeigt Ernst Vlcek und mich beim Pläneschmieden an der Pestsäule in Wien.


Es ist lange her, dass Bad Salzuflen Schauplatz eines gigantischen Superhelden-Battles war.
Ältere erinnern sich an den mächtigen Oster-Thor, Captain Gradierwerk oder den listigen Jokerman, der uns lustige Boulebahnen und aufregende Spielplätze in der Innenstadt versprach. Nun aber geht es um mehr: Um die Menschheit! Mehr über dieses schicksalhafte Ereignis in meiner aktuellen Salzstreuner Kolumne. Lest selbst!

THE DANDY IS DEAD heißt das kleine, aber überaus feine Magazin, in dessen siebter Ausgabe meine Geschichte „Der Anhalter“ zu lesen ist – sogar ein Poster zur Story liegt bei!

Wer übrigens zu faul zum Lesen ist, kann sich die Story auch bei CREEPY CREATURES REVIEW auf YouTube vorlesen lassen!

 

Februar

Fast vier Jahre nach seinem Todestag (22. April 2016) erscheint Malte S. Sembtens Storysammlung „Dormengruul“ als sehr schöne Reprint-Ausgabe im KOVD-Verlag. Während die limitierte und daher bis heute sehr gesuchte Erstauflage damals als Taschenbuch erschien, entschied man sich nun für ein Hardcover. Die einzelnen Storys blieben unangetastet, das von mir damals verfasste Nachwort habe ich jedoch überarbeitet und aktualisiert. Zu bestellen ist das Buch hier: „Dormenghruul“.