Februar Riesel

Neue Salzsteuer-Kolumne zum Gender-Dummdeutsch!

 

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In tiefer Trauer: ARCANA †

22 Karten umfassen die auch große Arcana genannten Trümpfe des klassischen Tarot. ARCANA,  das „Magazin für klassische und moderne Phantastik“ hatte mit zuletzt 25 Ausgaben sogar ein paar Trümpfe mehr zu bieten.

Heute erreichte mich die traurige Gewissheit, dass ARCANA eingestellt worden ist. Bis zuletzt hatte ich zumindest noch auf eine allerletzte Ausgabe gehofft und dafür auch die Story „Requiem“ geschrieben, die als ebenfalls letztes Arcana Piccolo allen Abonnenten als Dankeschön zugeschickt wird. Aber eben leider nicht mit einer regulären ARCANA-Ausgabe. Stattdessen erwartet den Abonnenten ein von Verleger Gerhard Lindenstruth an die Leser gerichteter letzter Gruß mit zwei wunderschönen Farbtafeln von Schädelwaldt auf den Umschlagseiten. Auf schwarzem Tonpapier haben der Verleger und der Künstler in Gold signiert. Das Ganze hat tatsächlich etwas von stilvoller Kondolenz, und ich vermeine den verwelkenden Geruch von Astern und Lilien in der Nase zu spüren. Ich werfe eine schwarze Rose ins Grab und versenke mich in die vergangenen Ausgaben, die mich mehr als eineinhalb Jahrzehnte begleitet haben. Denn eines ist sicher: Diese Lücke ist eine schmerzhafte.

Ich erhebe das Glas
in tiefer Trauer. †

Autoren kredenzen Weihnachtsgeschichten …

… so die Headline auf der Kulturseite der heutigen Lippischen Landeszeitung. Eine schöne Sache. Auch ich wurde dazu befragt. Hier mein ungekürzter Beitrag mit dem einen oder anderen Tipp zu Weihnachten:

Ich bin ein absoluter Weihnachtsfan. Würde ich einen Weihnachtskrimi über den Grinch schreiben, wäre der schon auf der ersten Seite mausetot.  Meine Generation ist noch aufgewachsen mit spannungsfördernden Sendungen wie „Wir warten aufs Christkind“ und den Advents-Vierteilern. „Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer“ oder „Der Seewolf“ hatten zwar nicht wirklich etwas mit Weihnachten zu tun, aber das Drumherum wurde schon mal zelebriert: Die ganze Familie saß davor und fieberte mit, und in den Nachbarhäusern flackerten ebenfalls zur selben Zeit die Bildschirme, auf denen das Gleiche lief (es gab ja nur zwei, drei Programme).

Zum alljährlichen „Vorglühen“ auf Weihnachten sind daher Filme wie „Drei Männer im Schnee“, „Schöne Bescherung“ mit den Griswolds und natürlich „Ist das Leben nicht schön?“ (unbedingt in Schwarz-Weiß, nicht in dieser nachträglich eingefärbten Kitschversion!) obligatorisch. Oder auch die „Feuerzangenbowle“, die allweihnachtlich gezeigt wird, obwohl sie gar nichts mit Weihnachten zu tun hat.  Macht nichts, denn Weihnachten ist in erster Linie ein Gefühl – und dieses Gefühl vermitteln einige wenige Filme und natürlich auch Bücher bei mir bis heute.

Um ein Zitat abzuwandeln: Wer keinen Weihnachtsfilm guckt und kein Weihnachtsbuch liest, feiert jedes Jahr nur ein Mal Weihnachten. Wer zu vielen Filmen und Büchern greift, hat so oft Weihnachten, wie er verträgt.

Von wegen Gefühl: Mein Lieblingsbuch vor Weihnachten ist Stewart O’Nans „Letzte Nacht“: Zum letzten Mal öffnet Manny, der Leiter einer Fast-Food-Kette, sein Restaurant. Zum letzten Mal kommen die Angestellten zusammen. Doch die letzte Nacht birgt noch einige Überraschungen:  Ein Schneesturm hält Personal und die wenigen Gäste, die es ins „Red Lobster“ geschafft haben, gefangen, und wir, die Leser, sitzen und zittern mit ihnen dort, erfahren von ihren kleinen und großen Sorgen, ihren kleinen und großen Lieben. Alles, was dieses spezielle Weihnachtsgefühl ausmacht, ist in diesem gerade mal 150-Seiten-schmalen Buch vereint: Die traute Familie oder die Gemeinschaft sitzt beieinander,  in Leid wie Freud, und wärmt sich, ob am warmen Ofen oder emotional, schafft dadurch gegenseitige Geborgenheit und macht die Unbilden „dort draußen“ wenigstens eine kurze Zeitlang vergessen.

Nicht umsonst brennen an Weihnachten allüberall Lichterwerk und Kerzen: Ist es doch draußen zu dieser Jahreszeit am dunkelsten. Insofern hat Weihnachten auch immer etwas von der „Letzten Nacht“. Die Ahnung, es könnte immer das letzte Mal sein, dass wir so beieinander sitzen.

Daher passen Sie auf sich auf, wenn Sie den Heimweg antreten – man weiß nie, was in der rauen Wirklichkeit auf einen lauert …

Dezember-Schmus 2018

PROFESSOR ZAMORRA
Holt eure wärmste Decke, kuschelt euch vor dem Kamin oder der Heizung ein, und stellt euch einfach vor, draußen würde  Der kalte Tod vor den Fenstern wüten   …

 

 

 

 

DAS HAUS ZAMIS
Auf dorianhunter.de stelle ich die Dezember-Neuheiten des Zaubermond-Verlags vor:
Schreckliche Bescherung

Einen Auszug aus dem Buch „Der Teufel in mir“ (DAS HAUS ZAMIS 56) stelle ich euch hier vor!

Und natürlich ist auch dieses Quartal wieder ein neuer DAS HAUS ZAMIS-Band erschienen, zu dem ich das Exposé geschrieben habe – und auch einen der beiden Teilromane: Der Teufel in mir.

 

 

DAEADLOS hieß ein Magazin, das von 1994 bis 2002 von Hubert Katzmarz herausgegeben wurde und in der Phantastikszene bis heute einen hervorragenden Ruf hat. Ellen Norten, die Witwe des Verlegers, und Michael Siefener, der das Magazin bis zuletzt herausgegeben hat,  haben alte und neue Geschichten der Autoren und Mitarbeiter von damals (die allermeisten sind auch heute noch aktiv) zusammengetragen und präsentieren diese in einer wunderschön aufgemachten Anthologie. Von mir ist die Story Die Alten von Arkheim vertreten, eine Lovecraft-Hommage, die ich in meinem Heimatort Bad Salzuflen angesiedelt habe.

Die 12. Ausgabe von Zwielicht bringt die gewohnte Mischung aus Kurzgeschichten, Übersetzungen und Artikel des Genre Horror und unheimliche Phantastik. Das Titelbild ist von Björn Ian Craig. Von mir ist eine neue Story enthalten: „Auge um Auge“

 

 

 

 

 

 

 

 

November-Blues 2018

Plakatmotiv von Jörg Vogeltanz

Mir tat es schon immer leid um die Restexemplare von Plakaten zu meinen Lesungen. Einfach entsorgen und in den Papiermüll werfen? Die Rückseite beschriften? Jetzt habe ich eine weitere Möglichkeit gefunden, die einem „Upcycling“ sehr nahe kommt, zudem völlig einfach und ohne Mehrkosten in Eigenregie hergestellt wird und meinem Interesse an Origami entgegenkommt 😉

Los geht’s mit dem 1. Faltblatt zu GRUSELN IM GRÜNEN. Das Plakat dazu ist auf A5 gefaltet und umschließt auf dunkelgrünem Papier meine Story „Auge um Auge“, die ich an dem Abend gelesen habe. Die großartige Plakatzeichnung und die Gestaltung stammen von dem Grazer Künstler Jörg Vogeltanz. Gedruckt ist das Plakat auf neongrünem Papier.

Wer Interesse hat, schreibt mir einfach kurz eine Nachricht. Wenn ich es verschicken muss, muss ich leider 1 Euro 45 fürs Porto verlangen.

Neues aus der PROFESSOR ZAMORRA-Redaktion:
„Blutmond“ ist der  abschließende Teil des Halloween-Zweiteilers von Timothy Stahl. Das atmosphärische Cover stammt wie beim ersten Teil von Timo Kümmel. „Dunkle Geliebte“ schrieb Christian Schwarz.

Professor Zamorra 1160 - Horror-Serie: Blutmond von [Stahl, Timothy] Professor Zamorra 1161 - Horror-Serie: Dunkle Geliebte von [Schwarz, Christian]

Pünktlich zu Weihnachten darf natürlich auch meine neue Kolumne im Salzstreuner nicht fehlen. Diesmal inspiriert von einem tatsächlichen Wartezimmer-Besuch: Grippe, Rücken, Weihnachtsmarkt.

Auf dorianhunter.de stelle ich diesmal ein sehr interessantes Buch aus der Goblin Press vor: Das Grauen schleicht auf leisen Sohlen. Und nein, der Autor heißt nicht Ray Bradbury. 😉
In einer weiteren Kolumne erkläre ich, warum man die Serien DAS HAUS ZAMIS und DORIAN HUNTER unbedingt gleichzeitig lesen sollte: DORIAN HUNTER oder DAS HAUS ZAMIS? Beide!

In der von Michael Schmidt und Eric Hauser herausgegebenen Buchreihe „Zwielicht Classic erschienen in Band 14 mit Kreationen in Samt und Tod und Marshall Midnight zwei meiner Storys aus den Jahren 2006 bzw. 2008. Marshall Midnight schrieb ich seinerzeit zusammen mit Canker Driscoll.

LETZTE LESUNG VOR WEIHNACHTEN!

Am 23.November hatte ich zum mittlerweile 4. Mal vor Weihnachten das Vergnügen, im Mühlencafé in der zauberhaften Heerser Mühle in Bad Salzuflen zu Gast zu sein. Und wie immer an meiner Seite: Mechtild Borrmann, Krimipreisträgerin aus Bielefeld, die ihren neuen Roman „Grenzgänger“ vorstellte. Ich las die zwei unveröffentlichten Geschichten Das Fest der feuchten Liebe und – Mia bella, das durch die musikalische Begleitung von Sora abschließend geradezu geadelt wurde. Die Sängerin setzte dem Abend ein ums andere Mal ein Sahnehäubchen auf – mit Gänsehautfeeling!

Von rechts nach links: Mechtild Borrmann, Sora, ich.