Der mächtige Hornbach-Hammer

Ich habe einen! Was heißt einen? Ich habe IHN: Aus echtem Panzerstahl. In Deutschland geschmiedet und veredelt. 500g Hammerkopf. Stiel aus Hickory-Holz. Was sich so martialisch anhört, ist es auch und wird werbetechnisch auf die Spitze getrieben mit Sprüchen wie: „Der Hammer in Deinen Händen. Die Welt zu Deinen Füßen“. Wäre Goebbels Werbetexter gewesen, solch ein Spruch hätte auch aus seiner Feder stammen können. Natürlich kommt solch ein Hammer nicht einfach nackt daher: Eingebettet in einem stylishen, mit Hochglanzeffekten veredeltem Pappkarton, kann man auf der Rückseite „Der Weg des BMP-1 zu einem HORNABCH HAMMER aus echtem Panzerstahl“ verfolgen (man merkt schon: die Sache mit dem Panzer wird uns hier mit dem Holzhammer eingebläut!). Die Skizze sieht aus wie eine Feldkarte von Stalingrad. Fünf beigelegte Postkarten dokumentieren diesen Weg zudem fotografisch. Und für den, der es bis dahin noch nicht begriffen hat, liegt ein gigantisches Tuch bei: Mit Zeichnung und abermals markigen Werbeworten: „Geboren aus Panzerstahl. Gemacht für die Ewigkeit.“ Wer da nicht schwach wird!
Ob ich mit dem Hornbach-Hammer besser hämmern kann, weiß ich nicht, aber zuschlagen lässt es sich damit bestimmt besser. Der sogenannte Hammermörder Norbert Poehlke hätte seine Freude daran gehabt (und dabei hat er nur Scheiben mit dem Hammer eingeschlagen, nicht etwa die Köpfe seiner Opfer). Dennoch: Das Internet ist voll von echten Hammermördern! Insofern könnte der Hornbach-Hammer da schnell mal zweckentfremdet wären. Frei nach dem Motto: „Der Hammer in Deinen Händen. Die Leiche zu Deinen Füßen“.

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