Lesetermine 2015/2016

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Foto: Agentur Herzstück

Bitte erfahren Sie meine aktuellen Lesetermine auf dieser Seite:

Lesetermine 2015

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HORROR FACTORY: WERDEN SIE AUTOR DER ERFOLGREICHEN E-BOOK-REIHE!

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TERMIN 25. Oktober 2013 | 13:00 – 18:00 Uhr
26. Oktober 2013 | 10:00 – 17:00 Uhr
27. Oktober 2013 | 10:00 – 16:00 Uhr

KOSTEN
€ 99,-

MAX. TEILNEHMER
15

ANMELDEUNTERLAGEN
Verfassen Sie ein Exposé für eine Folge der „Horror Factory“(höchstens 3 Seiten) und reichen Sie eine ausgearbeitete Szene ein (höchstens 5 Seiten).

KURSNUMMER
2013-02-04

ANMELDEFRIST
30. September 2013

Sie wollen Geschichten schreiben, die unter die Haut gehen? Die Ihren Lesern einen Schauer über den Rücken jagen und so unheimlich sind, dass sie vor Angst die Vorhänge zuziehen, alle Türen abschließen und sich unter der Bettdecke verkriechen? Dann können Sie entweder einen Pakt mit dem Teufel eingehen, oder besser: Autor der erfolgreichen E-Book-Reihe „Horror Factory“ werden.

Ich nehme Sie in diesem Autoren-Workshop mit auf eine Reise in die Tiefen der menschlichen Seele! Lernen Sie, wie Sie die Ängste Ihrer Leser wecken, und entdecken Sie die vielen Facetten des Horror-Genres: denn das Böse schreibt die besten Geschichten!

Reiheninfo:

Die „Horror Factory“ ist eine einzigartige Kultreihe, für die unter anderen auch der Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein schreibt. Die einzelnen Folgen sind in sich abgeschlossen und bedienen alle Facetten des Gruselns: von der klassischen Geistergeschichte über Gothic bis Dark Fantasy.

In diesem Schreibseminar vermittle ich Ihnen handwerkliche Grundlagen und alle Besonderheiten der Reihe. Sie beginnen mit der Anfertigung eines Exposés und einer Textprobe für Ihre Folge, die im Anschluss vom Verlag für eine Veröffentlichung geprüft werden.

Für Schüler, Studenten und Buchhändler bieten wir Rabatte auf unsere Schreib-Seminare an.

Alles Weitere erfahren Sie hier:

http://www.bastei-luebbe-academy.de/seminar-24-24/horror_factory_werden_sie_autor_der_erfolgreichen_e_book_reihe-39/

Ich freue mich über jeden neuen Autor, über jede neue Autorin!

Loriots Gästebuch

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Es gibt zwei große Deutsche, die jeder kennt und die über jeden Zweifel erhaben sind: Der eine heißt Helmut Schmidt, und der zweite Loriot. Loriot ist vor zwei Jahren gestorben, und seitdem habe ich das Gefühl, dass da eine große Leichenfledderei im Gange ist. Loriot wusste, dass weniger mehr war, und so erschien in den letzten drei Jahrzehnten nur spärlich etwas Neues: Meist handelte es sich um Verstreutes, Gesammeltes oder Fragmentarisches. Insofern passt auf den ersten Blick auch dieses Gästebuch in die Reihe. Hauptsächlich in den Jahren 1957 bis 1963 lichtete Loriot seine Gäste ab. Zumeist vor dem immer gleichen Vorhang und einer Säule als Requisit. Das hört sich originell an, ist es auch, wenn man es für den Privatgebrauch anfertigt und – wie der Gastgeber zeit seines Lebens – in einer Schachtel verwahrt und höchstens im Bekannten- und Familienkreis herumzeigt.

Dass diese privaten Schüsse nun an die Öffentlichkeit gezerrt werden, hätte Loriot nie geduldet. Dazu sind sie einfach zu uninteressant. Die meisten der Abgebildeten kenne ich nur als Insider. Als Zeitdokument ist die Mehrzahl der Fotos zu privat. Das Posing derjenigen, die es vor der Kamera gewohnt waren (Schauspieler wie Walter Giller oder Horst Buchholz) wirkt angestaubt. Das Posing der anderen (Autoren, Kollegen, Verleger) wirkt meist übertrieben „kreativ“ (Tomi Ungerer mit bloßem Oberkörper). Am ehrlichsten sind die Fotos von Verwandten und weniger prominenten Bekannten. Sie schauen hölzern bis schüchtern in die Kamera. Manchmal scheint es ihnen sogar unangenehm. All diese Fotos als Loriots erste „Gehversuche bei der Inszenierung von Alltäglichem“ zu bezeichnen, erscheint mir übertrieben. Dagegen sollte man den Hinweis, dass es sich nicht um ein originäres Werk handelt, sondern um nachgelassene Materialien, ganz dick auf den Buchdeckel schreiben. „Zum besseren Verständnis des Vicco von Bülow“, wie Peter Geyer im Vorwort behauptet, tragen sie leider nicht bei.

Der mächtige Hornbach-Hammer

Ich habe einen! Was heißt einen? Ich habe IHN: Aus echtem Panzerstahl. In Deutschland geschmiedet und veredelt. 500g Hammerkopf. Stiel aus Hickory-Holz. Was sich so martialisch anhört, ist es auch und wird werbetechnisch auf die Spitze getrieben mit Sprüchen wie: „Der Hammer in Deinen Händen. Die Welt zu Deinen Füßen“. Wäre Goebbels Werbetexter gewesen, solch ein Spruch hätte auch aus seiner Feder stammen können. Natürlich kommt solch ein Hammer nicht einfach nackt daher: Eingebettet in einem stylishen, mit Hochglanzeffekten veredeltem Pappkarton, kann man auf der Rückseite „Der Weg des BMP-1 zu einem HORNABCH HAMMER aus echtem Panzerstahl“ verfolgen (man merkt schon: die Sache mit dem Panzer wird uns hier mit dem Holzhammer eingebläut!). Die Skizze sieht aus wie eine Feldkarte von Stalingrad. Fünf beigelegte Postkarten dokumentieren diesen Weg zudem fotografisch. Und für den, der es bis dahin noch nicht begriffen hat, liegt ein gigantisches Tuch bei: Mit Zeichnung und abermals markigen Werbeworten: „Geboren aus Panzerstahl. Gemacht für die Ewigkeit.“ Wer da nicht schwach wird!
Ob ich mit dem Hornbach-Hammer besser hämmern kann, weiß ich nicht, aber zuschlagen lässt es sich damit bestimmt besser. Der sogenannte Hammermörder Norbert Poehlke hätte seine Freude daran gehabt (und dabei hat er nur Scheiben mit dem Hammer eingeschlagen, nicht etwa die Köpfe seiner Opfer). Dennoch: Das Internet ist voll von echten Hammermördern! Insofern könnte der Hornbach-Hammer da schnell mal zweckentfremdet wären. Frei nach dem Motto: „Der Hammer in Deinen Händen. Die Leiche zu Deinen Füßen“.

MORDE IM GRÜNEN

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Wahrscheinlich erst im August werde ich eine nächste Lesung bestreiten. Die aber hat es in sich, spielt sie sich doch auf meiner Lieblingsbühne ab: Im Umweltzentrum Heerser Mühle in Bad Salzuflen. Zum fünften Mal heißt es dann MORDE IM GRÜNEN! Mit mir auf der Bühne stehen werden diesmal Sandra Lüpkes, Jürgen Kehrer und Sascha Gutzeit.

Sandra Lüpkes war bereits vor zwei Jahren mit mir im Mühlen-Café zu Gast und wusste das Publikum mit ihrer Lesekunst, aber auch mit Gesang zu begeistern. Sandra wurde 1971 in Göttingen geboren und verbrachte die längste Zeit ihres Lebens auf der Nordseeinsel Juist. Heute wohnt sie in Münster, wo sie als freie Autorin und Sängerin arbeitet. Mit ihren elf bereits erschienenen Romanen, zwei Sachbüchern und drei Kurzgeschichtensammlungen hat sie bereits eine Gesamtauflage von 250.000 Exemplaren erreicht. Als Dozentin von Schreibseminaren ist sie in staatlichen und privaten Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig. Sandra Lüpkes ist mit dem Schriftsteller und Drehbuchautor Jürgen Kehrer verheiratet und hat zwei Töchter. Im August erscheint „Götterfall“. Wencke Tydmers‘ 9. Fall, bei DTV.

Jürgen Kehrer ist der Erfinder der beliebten „Wilsberg“-Krimis im ZDF. Der Autor wurde 1956 in Essen geboren und lebt seit 1974 in Münster. 1990 erschien sein erster Kriminalroman „Und die Toten lässt man ruhen“ im Grafit Verlag. Erstmals ermittelt hier der sympathische, unter chronischem Geldmangel leidende Privatdetektiv Georg Wilsberg, der ebenso wie sein Autor in Münster tätig ist. Bis 2007 erschienen 17 weitere Wilsberg-Krimis. 1995 wurde Wilsberg vom ZDF entdeckt und ist inzwischen Protagonist einer Fernseh-Krimireihe am Samstagabend. Sieben der bislang gesendeten 38 Wilsberg-Filme basieren auf Kehrers Romanen. Neben den Wilsberg-Romanen schreibt Jürgen Kehrer historische und in der Gegenwart angesiedelte Kriminalromane, Drehbücher fürs Fernsehen und Sachbücher. Nach „Wilsbergs Welt“, einer Sammlung von (nicht nur) Wilsberg-Geschichten (Grafit Verlag, 2012), veröffentlichte er zuletzt den Kriminalroman „Münsterland ist abgebrannt“ (Rowohlt Taschenbuch, 2013). Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt über 700.000 Exemplare.

Nicht nur für Spannung, sondern in gleichem Maße für Humor sorgt Sascha Gutzeit. Der Musiker, Autor und Schauspieler hat bereits zehn Alben mit eigenen Songs veröffentlicht, er steht als Schauspieler und Entertainer auf der Bühne, macht inszenierte Lesungen und schreibt Hörspiele, Theaterstücke sowie Kurzgeschichten. Aktuell ist Sascha Gutzeit mit seiner musikalischen Ein-Mann-Krimikomödie „DER MÖRDER IST IMMER DER TÄTER“ auf Tournee. Sascha Gutzeit wurde 1997 mit dem Bergischen Kabarett- und Satirepreis ausgezeichnet und ist Mitbegründer des „Vollplaybacktheaters“, bei dem er von 1997 bis 2000 die Rolle des „Bob Andrews“ mimte. Außer mit mir (jaja!) teilte sich Sascha die Bühne u. a. bereits mit BAP, Jule Neigel, The Georgia Satellites, Stefan Gwildis, Manfred Maurenbrecher und The Bates und arbeitet(e) mit den Sprechern der Drei???, Thomas Danneberg, Lutz Mackensy, Daniela Hoffmann, Brigitte Grothum sowie den Schriftstellern Ralf Kramp und Kai Meyer zusammen. Sascha nahm Duette mit Hennes Bender und Wolfgang Niedecken auf, und gab allein mit seinen Programmen „Entschleuniger“ und „Langweilig“ über 350 Konzerte in ganz Deutschland. Zudem zeichnet sich Sascha für über dreißig Hörspiele als Autor, Produzent, Musiker bzw. Sprecher verantwortlich. Bei MORDE IM GRÜNEN wird Sascha Gutzeit sein aktuelles Buch vorstellen: „Tote Leichen sterben länger – Kommissar Egelmanns beste Mordfälle“.

Na ja, und ich lese am 10. August erstmals aus meinem neuen Lippe Krimi „Mörderischer Kurschatten“. Die Handlung des Romans spielt in Bad Salzuflen. Selbst das Umweltzentrum Heerser Mühle erweist sich als Schauplatz krimineller Machenschaften. Nicht auszuschließen ist, dass sich jemand der Zuhörer in dem Roman wiedererkennt. Natürlich wäre das reiner Zufall.

Klingt wie billige Werbung, meine ich aber ganz ernst: Wenn das Wetter mitspielt, gehört die MORDE IM GRÜNEN-Kriminacht zu den schönsten Sommerveranstaltungen in weitem Umkreis. Bei Regen findet die Veranstaltung übrigens unter der Remise statt. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, erfahrungsgemäß ist die Veranstaltung schnell ausverkauft. Für das leibliche Wohl vor, während und nach der Kriminacht sorgt das Team vom MühlenCafe.
Hier die genauen Daten im Überblick:

10.August 2013: Bad Salzuflen, Umweltzentrum Heerser Mühle, Beginn 19:30 Uhr, Tickets an der Abendkasse für 13,- €, Kartenvorbestellung unter Telefon 05222/797151 oder 05222/13131

Zeichnung von Ralf Alex Fichtner

Lesetermine 2013

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APRIL:

25.April:
Zwickau, Peter-Breuer-Gymnasium, „Mords-Unterricht“ in der Aula, Lesung aus „Mord-Ost“,
Georgenstraße 3, Beginn 10: 35 Uhr

25.April:
Zwickau, Antiquariatsbuchhandlung, Lesung mit Stephan Hähnel, Andrea Gehlen, Günther Zäuner, Uwe Voehl, Hauptstr. 22,
Beginn 19:00 Uhr

26.April:
Bad Salzuflen, Gelbe Schule, Szenische Lesung aus „Mords-Muttertag“ mit Ralf Kramp, Carsten Sebastian Henn und Monica Mirelli (Uwe Vohl), Beginn 19:30

28. April:
Bega, Dorfgemeinschaftshaus, Bahnhofstraße 1, HERZBLUT – die große Kriminacht gemeinsam mit den KollegINNen Andrea Gehlen, Friedo Petig, Wolfram Tewes, Jürgen Reitemeier und Gerald Hagemann. Beginn 18:00 mit Sektempfang, VVK 8,88

Die Kälte des Monieur Hire

417GdDz4IEL__SL500_Nach der verlegerischen Tat, sämtliche fünfundsiebzig Maigret-Romane und die gesammelten Maigret-Geschichten George Simenons neu herauszugeben, legt Diogenes nach: Es folgen die Non-Maigrets, die „romans durs“, allerdings nur in ausgewählter Form. Insgesamt schrieb Simenon über hundert Nicht-Maigrets unter seinem Namen. Die Diogenes-Reihe ist auf fünfzig Bände angelegt.

„Die Verlobung des Monsieur Hire“ erschien 1933, also einem Jahr, in dem bereits der Tonfilm mit Filmen wie „King Kong und die weiße Frau“ Erfolge feierte. Und doch habe ich beim Lesen die groteske Schatten-Ästhetik expressionistischer Stummfilme vor Augen. Monsier Hire könnte ich mir auch als traurigen Charly Chaplin vorstellen.

Erster Satz: „Die Concierge hüstelte, bevor sie klopfte und mit einem Blick auf den Gartenkatalog, den sie in Händen hielt, ausrief: ‚Ein Brief für Sie, Monsieur Hire!‘

Obwohl Monsieur Hire die Tür nur einen Spalt breit öffnet, erblickt die Concierge voller Entsetzen ein blutiges Handtuch. Hat sich Monsieur Hire nur geschnitten oder ist er der Täter, der für den Tod einer erst kürzlich in der Nachbarschaft ermordeten Frau verantwortlich ist?

Es ist bemerkenswert, wie Simenon diesen Monsieur Hire in der ersten Hälfte des Romans zeichnet: Als blassen Sonderling ohne Ecken und Kanten, auch physisch: Man kann an ihm „weder Muskeln noch Knochen erkennen, alles an ihm war so weich und glatt, dass auch seine Bewegungen etwas Unentschlossenes bekamen. An seinem runden Gesicht fielen einem zuerst die kräftigen roten Lippen auf, dann der gekräuselte, wie mit Tusche gezeichnete Schnurrbart und die rosigen Puppenwangen“.

Monsieur Hire erscheint dem Leser als eine Art Autist, der seine Umwelt allenfalls als „Gewühl“ wahrnimmt, unfähig, sich zu artikulieren.

Die Kälte seines inneren Empfindens begleitet den Leser das ganze Buch über auch in den äußeren Umständen: Monsieur Hire flüchtet ins „kalte Dunkel des Korridors“, nachdem die Concierge und ein Inspektor ihm aufgelauert haben. Minutiös beschreibt Simenon, wie im stets kalten Ofen in Monsieur Hires Wohnung mühsam das Feuer entfacht wird. Dabei umgeben ihn „Stille und Kälte“. Und dennoch bleibt es in seinem Zimmer „kälter als draußen“. In seinem Zimmer scheint Monsieur Hire gefangen wie im Netz einer Stimme, starr wie eine Puppe sitzt er stundenlang lauschend auf die Geräusche in den Nachbarwohnungen „als wäre er in Zeit und Raum festgewachsen“. Und je später der Abend fortschreitet, desto regungsloser verharrt Monsieur Hire, während sich „seine Zehen in den Pantoffeln vor Kälte krümmten“.

Lieblingssatz: „Er saß da wie in einem Zug, der nach nirgendwohin fährt.“

Zunächst leiden wir mit. Wir leiden mit, wenn diese bemitleidenswerte Figur regungslos in ihrem Zimmer sitzt und friert und wartet. Wir leiden mit, indem wir gewahr werden, dass sich die Gerüchteschlinge immer enger um seinen Hals zieht.

Wieso quält sich dieser Mensch? Was treibt ihn? Nun, die Geschichte des Monsieur Hire ist auch die Geschichte einer Obsession. Abend für Abend beobachtet er im erleuchteten Fenster gegenüber das Dienstmädchen Alice. Sie symbolisiert das Gegenteil seiner Kälte. „Rosige Backen“, Wärme, Hitze … gar erwiderte Liebe?

Etwa gegen Mitte des Romans, schlägt Simenon das Ruder herum. Die bislang roboterhafte Gestalt des Monsieur Hire wird mit Persönlichkeit gefüllt. In dem Moment, in dem er zu sprechen beginnt, erhält er eine Vergangenheit. Doch schon zuvor enthüllt Simenon einige Facetten des Monsieur Hire, die wir nicht vermutet hätten. Zumeist sind diese – wie seine voyeurhafte Angewohnheit, in das Zimmer des Dienstmädchens zu blicken – erotischer Natur. Nach unserem heutigen Moralempfinden erscheinen gerade diese äußerst altbacken – zumindest die moralische Entrüstung darüber.

Was bleibt, ist die bemerkenswerte Studie über einen Sonderling, der als Außenseiter gebrandmarkt wird. Und das wiederum ist ein nach wie vor hochaktuelles Thema, finde ich.

Letzter Satz: „Und in Villejuif begann man sich zu sputen, weil eine ganze kleine Welt ihre zweistündige Verspätung aufholen musste.“

Geroge Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire (Ausgewählte Romane Band 1)Diogenes (Zürich 2010), Pappband, 172 Seiten

Fazit: Ein äußerst beklemmender, nichtsdestotrotz beeindruckender Auftakt der Reihe. Die innere wie äußere Kälte, die einem bei der Lektüre frösteln lässt, ist allgegenwärtig.